Fr 24 Apr
Jazz im Dom
PRAYER WHEEL
20:30 | Stephansdom
JETZT TICKETS AB € 15,- KAUFEN
Hören Sie die Jazzmesse PRAYER WHEEL von Karén Asatrián im Wiener Stephansdom in einer außergewöhnlichen Doppelchorbesetzung.
Am armenischen Völkermord-Gedenktag gestalten der Philharmonia Chor Wien und der Oberstufenchor des Mozart-Musikgymnasiums/Musischen Gymnasiums Salzburg gemeinsam mit einem Jazz-Ensemble ein musikalisches Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und interreligiösen Dialog.
Die Messe basiert auf der frühchristlichen Liturgie (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) und verbindet abendländische Musiktradition mit orientalischen Klangfarben und improvisatorischen Jazz-Elementen. Mantraartige Wiederholungen und die lateinische Sprache verweisen zugleich auf buddhistische Gebetsmühlen, die dem Werk seinen Namen geben. Die musikalische Dramaturgie führt von g-Moll bis zur festlichen Tonart D-Dur.
PRAYER WHEEL für Chor und Jazzquartett ist tatsächlich ein außergewöhnliches Werk! Der Klangmix aus Orient und Okzident erzeugt weit mehr an Stimmungen: suggestive, meditative, sehnsuchtsvolle, strahlende, feierliche oder auch rhythmisch mitreißende. Seit der Uraufführung 2015 im Konzerthaus Klagenfurt und einer Aufführung im Rahmen der Salzburger Festspiele 2016 gilt PRAYER WHEEL als bedeutendes Werk zeitgenössischer Sakralmusik. Die Aufführung 2026 verleiht dem Werk durch Datum, Ort und große Besetzung eine besondere kulturelle und gesellschaftliche Relevanz.
SOUNDS OF ARMENIA
Das Konzert im Stephansdom bildet den krönenden Abschluss des Armenien-Festivals SOUNDS OF ARMENIA, das an den drei vorangegangenen Abenden im Jazzclub Porgy & Bess Literatur und Musik zu einem eindrucksvollen Dialog verbindet und die lebendige kulturelle Stimme Armeniens ebenso wie den ungebrochenen Überlebenswillen eines Volkes hörbar werden lässt. Weitere Konzerte von SOUNDS OF ARMENIA:
Di 21. April 2026 20:30 Titiano 'Hommage an Charles Aznavour'
Mi 22. April 2026 20:30 Armenian Spirit
Do 23. April 2026 20:30 Duo Masis & Wolfram Berger 'Erzählte Heimat – gespielte Sehnsucht'
Die Rolle Armeniens in der Jazzmusik
Jazz entstand in den USA, wurde aber weltweit weiterentwickelt. Armenien spielt dabei eine besondere Rolle, da viele Musiker armenischer Herkunft den Jazz international geprägt haben. Sie verbanden Jazz mit armenischer Volks- und Kirchenmusik und schufen so einen einzigartigen Stil.
Da Armenier auf der ganzen Welt verteilt sind und weit mehr Armenier im Ausland als in Armenien selbst leben, spricht man von der armenischen Diaspora. Viele armenische Jazzmusiker lebten und wirkten daher außerhalb Armeniens – vor allem in den USA, Europa und Lateinamerika. In der Diaspora hatten sie Zugang zu internationalen Jazzszenen und konnten armenische musikalische Traditionen mit westlichem Jazz verbinden. So trugen Diaspora-Armenier entscheidend dazu bei, armenische Kultur weltweit bekannt zu machen.
Jazz in Armenien
Jazz kam bereits im 20. Jahrhundert nach Armenien. Während der Sowjetzeit war Jazz teilweise verboten, entwickelte sich aber trotzdem weiter, besonders in Jerewan. Nach der Unabhängigkeit Armeniens entstand eine lebendige Jazzszene mit Festivals und internationalen Auftritten.
Konzertdetails
